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Historischer Ortsrundgang Gonzenheim

Sonntag, 10. September 2023 13:30 15:30

Einladung

zum historischen Ortsrundgang durch Gonzenheim

am 10. September 2023 – Tag des offenen Denkmals

Mit interessanten Informationen während des gesamten Rundganges geht es zu Beginn zum Gemeinderechnerhof und zur „Waldlust“, vorbei an der ehemaligen Volksschule und am Rat- und Spritzenhaus, zu einem weiteren „Hexenhaus“ und anschließend zum historischen Pfarrhaus und zur Ev. Kirche mit drei historischen Grabsteinen.

Weiter spazieren wir zur ehemaligen Friedenseiche, zur Stern-Apotheke und zur kleinsten Gastwirtschaft Deutschlands.

Auf dem Rückweg passieren wir den Quirinplatz und das Wohnhaus von Eberhard Quirin.

Wir treffen uns um 13.30 Uhr
vor dem Heimatmuseum, Am Kitzenhof 4

Zum Abschluß des Rundgangs – ca. ab 15.30 Uhr – erwartet die Teilnehmer*innen ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen in der Schultheißstube des Vereinshauses.

Die Führung, der Kaffee und der Kuchen sind kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens zum 31. August 2023 bei unserem 1. Vorsitzenden Heinz Humpert
Telefon 0 61 72 / 45 01 34 oder per E-Mail: ed.hzgagnull@trepmuh.znieh

Kostenlos

Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim e.V.

Historischer Ortsrundgang Gonzenheim am 1.5.2023

Einladung

zum historischen Ortsrundgang durch Gonzenheim

am 1. Mai 2023

Mit interessanten Informationen während des gesamten Rundganges geht es zu Beginn zu einem „Gonzenheimer Hexenhaus“ und zum Standort des ehemaligen Wohnhauses des Gonzenheimer Malers Eberhard Quirin, vorbei an der ehemaligen Gonzenheimer Post- Station, weiter zur Furt im Möhrenbach und anschließend vorbei am Seedammbad und über die Brücke der Wolfshohl.

Weiter spazieren wir zur ehemaligen Flecken-Mühle, zum Schießplatz und zum Basalt- Findling sowie zur Gonzenheimer Grenzsäule. Dort werden die Teilnehmer*innen noch einiges über die „Gonzenheim/Ober-Eschbacher GRENZKUH“ erfahren

Auf dem Rückweg passieren wir den Standort der ehemaligen Gemeindewaage und den der 175-Jährigen Freiheitslinde sowie dem des ehemaligen Brendel-Hattsteinischen Gutes.

Wir treffen uns um 13.30 Uhr
vor dem Heimatmuseum, Am Kitzenhof 4

Zum Anschluß der Veranstaltung – ca. ab 15.30 Uhr – erwartet die Teilnehmer*innen ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen in der Schultheißstube des Vereinshauses.

Die Führung, der Kaffee und der Kuchen sind kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens zum 22. April 2023 bei unserem 1. Vorsitzenden Heinz Humpert
Telefon 0 61 72 / 45 01 34 oder per E-Mail: ed.hzgagnull@trepmuh.znieh

40 Jahre „Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim e. V.”

Heinz Humpert

Blick auf eine Ausstellung mit allerlei altem Ackergerät

Im Jahre 1982 feierte die Stadt Bad Homburg ihr 1200-jähriges Bestehen. Auch der Stadtteil Gonzenheim war in diese Feierlichkeiten involviert. Einige engagierte Bürger halfen tatkräftig mit, den Gunzosaal im Vereinshaus Gonzenheim für die Feierstunde zu gestalten. So wurden viele historische Fotos gezeigt, Exponate der alten Volksschule, aus der Landwirtschaft und dem alltäglichen Leben, Modelle verschiedener Gonzenheimer Gebäude und das Handelsschiff „Gonzenheim”. Auch wurden Gonzenheimer Vereine vorgestellt, wie z.B. die Egerländer Gmoi, die Feuerwehr, der Gesangverein und der Obst- und Gartenbauverein. Ein Malwettbewerb für Kinder mit Preisverleihung fand sehr großen Anklang. 

 Diesen engagierten Bürgern hat die Arbeit mit der Geschichte Gonzenheims so viel Spass gemacht, dass sie beschlossen, die Arbeit weiterzuführen. Sie gründeten einen Verein und nannten sich „Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim”. Die Mitglieder dieses Arbeitskreises trafen sich regelmäßig und arbeiteten die Geschichte Gonzenheims auf, indem sie viele Geschichtsartikel in Broschüren veröffentlichten. Die erste Broschüre erschien mit dem Titel „Gonzenheim – Vom Dorf zum Stadtteil”. Bisher sind 25 Broschüren veröffentlicht worden und anlässlich des 40-jährigen Jubiläums wird es eine neue Broschüre geben. Im Laufe der Jahre wurden viele Exponate gesammelt, welche von Gonzenheimer Bürgern gesponsert wurden und in einem Lagerraum im Gonzenheimer Vereinshaus gelagert wurden.

2007 erhielt der Arbeitskreis den Zusatz e.V. und wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt. Die Mitgliederzahl stieg allmählich an und auch die Exponatensammlung wurde immer umfangreicher. Man arbeitete nun stetig darauf hin, dass in Gonzenheim ein Heimatmuseum entstehen soll. Schnell wurde ein passendes städtisches Gebäude in der Straße Am Kitzenhof 4 gefunden und die Stadt Bad Homburg hat dieses Gebäude als Heimatmuseum hergerichtet. Das Gebäude ist ein historisches, über 400 Jahre altes Gebäude (erbaut 1619) und steht unter Denkmalschutz. Am 18. Mai 2013 wurde das Heimatmuseum Gonzenheim feierlich eröffnet. Der Geschichtsverein ist der Betreiber dieses Museums. 

Das Museum ist barrierefrei (Aufzug) und hat sechs Räume mit über 130 m² Ausstellungsfläche, verteilt auf zwei Stockwerke. Zu sehen sind: Ortsentwicklung, Früh- und Zeitgeschichte, Landwirtschaft und Handwerk, Gastwirtschaften, Vereinsleben und ein Raum mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen. Bisherige Sonderausstellungen waren „Patenschaft Marienbad – Bad Homburg, Marienbader Siedlung in Gonzenheim”; „Eberhard Quirin zum 150. Geburtstag”; „Puppenwelten aus der Zeitvon 1900 bis 2000”; „Hochzeitsbilder im Wandel der Zeit”; „Künstler sehen Gonzenheim”; „400 Jahre Kitzenhof”; „Bilder zur Konfirmation und Erstkommunion aus Gonzenheimer Familien”; „Schulen in Gonzenheim”. Die Sonderausstellung in diesem Jahr bezieht ich auf das Jubiläum des Geschichtsvereins. 

Außerdem sind im Treppenhaus viele Bilder des Gonzenheimer Malers und Radierers Eberhard Quirin zu sehen. Einige Highliths der Dauerausstellung sind das Frankengrab eines fränkischen Kriegers, der im 7. Jahrhundert gelebt hat und in Gonzenheim ererdigt wurde, und das Modell eines von fünf Handelsschiffen „Gonzenheim”, welche für eine Bremer Reederei auf den Weltmeeren gefahren sind. Weitere Ausstellungsstücke sind landwirtschaftliche Geräte wie z. B. eine Dezimalwaage, ein Pflug, ein Kartoffelkorscht, Flößmesser und ein Köpfmesser; Werkzeuge aus Gonzenheimer Handwerksbetrieben wie z. B. Onduliereisen mit Erhitzer und Warmhalter, Schillerlockenstab, Dreifuß, verschiedene Hobel und vieles mehr.

Zu besichtigen ist das Museum jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr, außer in den hessischen Ferienzeiten. Zusätzlich kann man außerhalb dieser sonntäglichen Öffnungszeiten, auch während der Ferienzeit, telefonisch einen Besichtigungstermin vereinbaren unter 0 61 72-45 30 36 oder 0 61 72-45 01 34.

Der Geschichtsverein veranstaltet auch viele Events, sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Vereinsmitglieder. So zum Beispiel Ortsrundgänge, Flurbegehungen und Frankentag für alle Bürger. Für unsere Mitglieder werden Gonzenheimer Abende im Vereinshaus, das Bachschusterfest und vieles mehr veranstaltet.

Der Geschichtliche Arbeitskreis Gonzenheim hat gemeisam mit dem Stadtarchiv Bad Homburg im Jahr 2017 das Faltblatt „Ortsrundgang Gonzenheim” entwickelt. Hier sind 23 Anlaufpunkte im alten Ortskern beschrieben und bei jedem dieser Anlaufpunkte wurde eine Gedenktafel aufgestellt. Die Einweihung dieses Ortsrundganges geschieht durch Herrn Oberbürgermeister Hetjes am Karfreitag, 15.4.2022, um 13 Uhr 30. Nach dieser Einweihung gibt es einen kurzen Ortsrundgang, der im Vereinshaus bei Kaffe und Kuchen endet.

Exkursion in das Amtsdorf Gonzenheim in
der ehemaligen Landgrafschaft Hessen-Homburg

Der Förderverein Kreisarchiv des Hochtaunuskreises und der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg hatte für Samstag, 31. Juli 2022 anlässlich der Gründung der Landgrafschaft Hessen -Homburg vor 400 Jahren zu einer Exkursion in die ehemaligen vier Homburger Amtsdörfer eingeladen. Gonzenheim war eines der vier Amtsdörfer, hier lebten 1622 nur 53 Personen, zum Ende der Landgrafschaft im Jahr 1866 sollen es 458 Einwohner und etwa 65 Häuser gewesen sein.

Bei einer Führung durch den Ortskern erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Ortsgeschichte von Gonzenheim mit Schwerpunkt auf vorhandene Spuren der Landgrafenzeit.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ernst Henrich am Gonzenheimer Museum im Kitzenhof ging es zum Haus Alt Gonzenheim 20, wo Heinz Humpert ausführlich über das Schicksal von Conrad und Gertrud Lorey berichtete, die damals in dem Anwesen wohnten. Gertrud Lorey wurde im Oktober 1654 in Homburg als Hexe hingerichtet.

Die weitere Führung übernahm Karin Henrich, es ging zur ev. Kirche. Im Jahr 1838 war die damalige Kirche in einem schlechten Zustand, vor allem der 1686 erbaute Turm war baufällig, ein Neubau war wünschenswert. Die finanzielle Lage der Gemeinde war schlecht, deshalb bat Pfarrer Rühl die Landgräfliche Regierung um „Genehmigung zur Erhebung von Kollekten im In- und Ausland“. Es kamen Spenden aus dem In- und Ausland und auch der Landgraf schickte Geld, so dass 1845 der neue Turm gebaut werden konnte.

Erst 1877 konnte der Kirchenbau mit einem neuen Kirchenschiff vollendet werden.

Im 17. / 18. Jahrhundert waren zwei Gonzenheimer Gutshöfe im Besitz der Landgrafschaft Hessen-Homburg. Das kleine Brendel-Hattsteinische Gut stand damals unterhalb des 1724 erbauten alten Pfarrhauses in der Kirchgasse und war zuerst im Eigentum der Familie Brendel, dann der Frau Judith von Hattstein und ging durch Kauf an den Landgraf Friedrich II. über.

Landgraf Friedrich II. ließ 1694 eine neue Mühle, die Herrschaftliche Mühle, neben dem Weg nach Seulberg am Kirdorferbach bauen. Das Anwesen bestand aus Wohnhaus, Scheuer, Ställen und Mühle mit zwei Mahlgängen. Die Mühle gehörte später lange Jahre der Müllersfamilie Schudt. Anfang der 1960erJahre wurden alle Gebäude abgerissen.

Weiter ging es zum Feuerwehrgerätehaus, Dort stand bis 1972 das erste zweigeschossige Gonzenheimer Schulhaus. Im Jahr 1770 hatte Gonzenheim nur eine kleine Schulstube, die sich auch noch in einem schlechten Zustand befand. Die Gemeinde hatte kein Geld für einen Schulneubau und wandte sich an Landgraf Friedrich V. Für ihn war die Schulerziehung eine wichtige staatliche Angelegenheit. Er ordnete den Schulneuban an und gewährte auch noch einen finanziellen Zuschuss.

Der größere Gutshof stand etwa auf dem Gelände, das von den heutigen Straßen Alt Gonzenheim, Frankfurter Landstraße und Holzhäuser Straße begrenzt wird. Es war der Kartäuserhof, der ursprünglich durch Schenkung in den Besitz des Kartäuserklosters auf dem Michaelsberg in Mainz ging und 1629 von Landgraf Friedrich I. gekauft wurde. Es war ein großes umschlossenes Vierkantgebäude zu dem Äcker und Wiesen, Obst- und Weingärten sowie Teile des Schafhofes und eine Schmiede gehörten. Im Jahr 1797 wurde durch einen Großbrand der gesamte Kartäuserhof und mehrere nahestehende Hofreiten vernichtet.

Nun übernahm noch einmal Heinz Humpert den letzten Teil des Ortsrundganges. Es ging zur Landgräflich Hessischen Grenzsäule, die an der Ecke Frankfurter Landstraße / Alte Weinstraße steht. Im Jahr 1857 wurden im Amt Homburg vier Grenzsäulen aufgestellt, von denen zwei im Original noch erhalten sind, nämlich diejenigen, welche frühere Grenzpunkte zum Herzogtum Nassau markierten: Die Säule an der Saalburg ist die einzige, die ihren originalen Standort beibehalten hat, die Säule, die an der Landstraße nach Oberursel stand, befindet sich heute an der Regionalparkroute. Die dritte Säule stand an der früheren Grenze zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt zwischen Gonzenheim und Ober-Eschbach. Die jetzige Säule ist eine Nachbildung und wurde auf Initiative des Geschichtlichen Arbeitskreises Gonzenheim im Jahr 1991 aufgestellt. Die vierte Säule, die zwischen Köppern und Ober-Rosbach bei dem Beinhardshof stand, ist verschwunden. Die Wappen der Säulen waren ursprünglich farbig anagelegt.
Nach dem Tod des letzten Landgrafen im Jahre 1866 wurde an den Säulen in Gonzenheim und Köppern der Hessische Löwe durch den Preußischen Adler ersetzt.

Kennst Du Deinen Ort?

Vor kurzem erschien in der Bad Homburger Woche wieder unser Rätsel „Kennst Du Deinen Ort?“. Aus den richtigen Lösungen wurde die Gewinnerin durch Los ermittelt. Frau Claudia Germer aus Gonzenheim wusste, dass „Am Kitzenhof 4“ die postalische Anschrift des Heimatmuseums Gonzenheim ist und das Museum sich im 1619 erbauten Gebäude befindet.

Der 2. Vorsitzende Heinz Humpert überreichte Frau Claudia Germer den Gewinn in Form von zwei Broschüren des Geschichtlichen Arbeitskreises Gonzenheim.