Titel (Bachschusterfest 2011)
Geschichten aus alter Zeit beim Gonzenheimer „Bachschuster"
Gonzenheim (hw). Der Geschichtliche Arbeitskreis Gonzenheim hatte seine Mitglieder zum alljährlichen „Bachschusterfest“ geladen, das auf dem Hof Fritzel, auch „Beim Bachschuster“ genannt, stattfand. Heute ist der Hof das Anwesen des 2. Vereinsvorsitzenden Heinz Humpert. Dem gemütlichen Teil des Abends ging eine Mitgliederversammlung voraus, auf der Natascha Jordan, eine junge Architektin, zur neuen Kassiererin gewählt wurde. Der Vorsitzende Ernst R. Henrich dankte Rainer Steul, der dieses Amt 29 Jahre lang geführt hat. Zur Tradition des Abends gehören Geschichten und Begebenheiten aus dem alten Gonzenheim. Gebannt lauschten alle dem Vortrag von Heinz Humnert über die Hexenorozesse im 17. Jahrhundert. Allein in Gonzenheim wurden um 1650 sieben Hexen und ein Hexer hingerichtet. Erstaunlich ist, wie viele unter den Anwesenden zu den Nachkommen dieser Opfer des Hexenwahns gehören. In seiner Arbeit am „Gonzenheimer Familienbuch“ hat Heinz Humpert diese und viele andere familiären Zusammenhänge erforscht. Das dreibändige „Gonzenheimer Familienbuch“ mit 2600 Seiten wird am Tag des offenen Denkmals am 11. September in einer limitierten Auflage erscheinen. In den Räumen des künftigen „Gonzenheimer Museums im Kitzenhof“ wird es öffentlich vorgestellt und kann dort auch käuflich erworben werden.
